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Tonbandkonzert

- klassische Werke der elektronischen Musik
moderiert von Georg Hajdu (Musikhochschule Münster)

Als die ersten Tonbandgeräte in den 40er Jahren verfügbar wurden, schien sich ein von Komponisten lang gehegter Traum zu erfüllen: Musik zu erschaffen, deren klangliche und strukturelle Möglichkeiten nur durch die Vorstellungskraft der Komponisten begrenzt sein würde.

In den 50er Jahren entstanden in Europa und den USA zahlreiche Studios für elektronische Musik mit unterschiedlichen Ansätzen, und bereits von Anfang an wurden zwei Materialprinzipien deutlich, die bis heute Gültigkeit bewahrt haben, die des konkreten Materials und der Klangsynthese.

Dennoch blieb die Erstellung der Tonbandkompositionen zunächst eine Mühsal sondergleichen: Die Stücke mußten mit Schere und Klebstoff aus tausenden von Bandfragmenten zusammengesetzt werden. Dies änderte sich im wesentlichen erst mit dem Erscheinen der ersten kommerziellen Synthesizer Ende der 60er Jahre.

Georg Hajdu


Der Vortrag wird folgende Stücke vorstellen und kommentieren:

Étude aus chemins de fer (Henri / Schaeffer, 1948)
Studie II (Stockhausen, 1954)
Gesang der Jünglinge (Stockhausen, 1956)
Kontakte (Stockhausen, 1959-60)
Hymnen (Stockhausen, 1966-67)
Artikulation (Ligeti, 1958)
Fontana Mix (Cage. 1958)
HPSCHD (Cage / Hiller, 1969)
Ommagio á Joyce (Berio, 1958)
Poème élektronique (Varèse, 1958)
Fabbrica illuminata (Nono, 1966)
Electronic Study No. 2 (Davidovsky, 1962)
Suite from King Lear (Luening & Ussachevsky, 1956; 1966)




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